Aus­ga­be 1/2020 – Tax Com­pli­an­ce mit KI

REthinking Tax Ausgabe 1/2020 - Tax Compliance mit KIAuch als PDF erhält­lich – Aus­ga­be 1/2020 jetzt bestel­len »


Edi­to­ri­al

Es war schon fast wie ein Fami­li­en­tref­fen. Gemeint ist die dies­jäh­ri­ge Tax Tech­no­lo­gy Con­fe­rence in Frank­furt, bei wel­cher sich die Tax­Tech-Eta­blier­ten aus Bera­tung, Wirt­schaft und Finanz­ver­wal­tung ein Stell­dich­ein gaben. Auf ein­drucks­vol­le Wei­se erfuh­ren die Teil­neh­mer in zahl­rei­chen Vor­trä­gen und Work­shops, wie sich Tech­no­lo­gie im steu­er­li­chen Kon­text heu­te und mor­gen kon­kret nut­zen und bereits tat­säch­lich ein­set­zen lässt. So waren auch die Dis­kus­sio­nen mit den Refe­ren­ten und Teil­neh­mern von herz­er­fri­schen­der Sub­stanz und dem Ruf nach pra­xis­taug­li­chen Lösun­gen geprägt. Dabei hät­te der Zeit­punkt nicht bes­ser gewählt wer­den kön­nen, wur­de doch nur ein paar Tage vor der Kon­fe­renz die Neu­fas­sung der GoBD end­gül­tig der steu­er­li­chen Öffent­lich­keit vor­ge­stellt. Dem­ge­mäß war es kaum ver­wun­der­lich, dass die lang erwar­te­te Novel­lie­rung aus der Feder des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Finan­zen auch für viel Gesprächs­stoff in den Pau­sen gesorgt hat. So wur­de ange­regt dis­ku­tiert, wie sich das Mobi­le Scan­nen steu­er­kon­form umset­zen lässt, wann der Fall des vers­lust­frei­en Kon­ver­tie­rens vor­liegt oder wie mit den Erleich­te­run­gen zum Daten­zu­griff in der Pra­xis umzu­ge­hen ist. Gera­de der letz­te Aspekt ver­deut­licht den Wil­len der Finanz­ver­wal­tung zum kon­struk­ti­ven Mit­ein­an­der, gin­gen mit der bis­he­ri­gen Vor­ga­be zur maschi­nel­len Aus­wert­bar­keit doch erheb­li­che Bauch­schmer­zen in der Unter­neh­mens­welt ein­her. Wie eine frucht­ba­re digi­ta­le Annä­he­rung zwi­schen Fis­kus und Steu­er­pflich­ti­gen aus­se­hen kann, illus­triert auch die dies­jäh­ri­ge Säch­si­sche Steu­er­ta­gung, wel­che sich dem The­men­kom­plex „Steu­er­li­che Betriebs­prü­fung und Tax Com­pli­an­ce“ wid­me­te. Es bleibt auch hier die Erkennt­nis: nur gemein­sam las­sen sich die Her­aus­for­de­run­gen einer sich immer wei­ter digi­ta­li­sie­ren­den Steu­er­welt meis­tern. Dabei sind es nicht aus­schließ­lich steu­er­li­che Vor­ga­ben, wel­che die Geburts­hel­fer von Tax­Tech-Lösun­gen und deren Anwen­der beschäf­ti­gen. Gera­de der vor­an­schrei­ten­de Ein­satz von künst­li­cher Intel­li­genz bringt gänz­lich neue Fra­ge­stel­lun­gen mit sich. Wer haf­tet etwa, wenn die KI-Instanz feh­ler­haft arbei­tet oder mit kor­rum­pier­ten Trai­nings­da­ten geschult wur­de? Wel­chen Ein­fluss haben von der Maschi­ne getrof­fe­ne Ent­schei­dun­gen für die Tax Com­pli­an­ce und wel­che Sorg­falt muss ich als Ent­wick­ler oder Anwen­der der­ar­ti­ger Sys­te­me wal­ten las­sen, um spä­ter nicht dem Vor­wurf des Vor­sat­zes oder zumin­dest der Fahr­läs­sig­keit aus­ge­setzt zu sein? Allei­ne das Ver­ständ­nis der­ar­ti­ger Sys­te­me ver­langt ein Digi­tal Ups­kil­ling, so Pro­fes­sor Dr. Gui­do Förs­ter auf der Tax Tech­no­lo­gy Con­fe­rence. Um es mit sei­nen Wor­ten zu sagen: „Steu­er­li­che Fach­ex­per­ti­se bleibt eine not­wen­di­ge Bedin­gung für Steu­er­ex­per­ten, ist aber nicht mehr hin­rei­chend. Erfor­der­lich sind IT-Ver­ständ­nis, Daten­ana­ly­se­kom­pe­ten­zen, Pro­zess­den­ken sowie Fähig­kei­ten in der Kom­mu­ni­ka­ti­on und im Chan­ge Manage­ment.“

Ste­fan Groß


Tech­no­lo­gy & Inno­va­ti­on
Trans­pa­renz von Künst­li­cher Intel­li­genz: Eine Demys­ti­fi­zie­rung im Kon­text steu­er­li­cher Anfor­de­run­gen
Dr. Bern­hard Waltl
RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 4 ‑ 8, RET1325118


Tax Com­pli­an­ce mit KI: Wie kann die Haf­tung für KI-Fehl­ent­schei­dun­gen ver­mie­den wer­den?
Dr. Axel-Micha­el Wag­ner

Ein wesent­li­ches Ziel bei der Steu­er­de­kla­ra­ti­on im Unter­neh­men muss stets die Ver­mei­dung des Anscheins einer (bedingt) vor­sätz­li­chen Steu­er­hin­ter­zie­hung bzw. leicht­fer­ti­gen Steu­er­ver­kür­zung sein, ins­be­son­de­re wenn eine Berich­ti­gung der Steu­er­erklä­run­gen not­wen­dig wird (§ 153 AO). Spä­tes­tens hier wird der Ruf nach sog. Tax-Com­pli­an­ce-Manage­ment-Sys­te­men (kurz „Tax CMS“) laut.

RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 9 ‑ 13, RET1325121


Vom ICO zum STO – Steu­er­li­che Aspek­te aus Sicht des Emit­ten­ten
Dr. Chris­ti­an Jois­ten / Carl Sie­ger / Mat­thi­as Schuh

Als Initi­al Coin Offe­ring (ICO) haben sich block­chain-basier­te Finanz­in­stru­men­te in den letz­ten Jah­ren gro­ßer Beliebt­heit erfreut. Bei einem ICO sam­melt das emit­tie­ren­de Unter­neh­men FIAT- oder Kryp­towäh­run­gen ein und gibt im Gegen­zug soge­nann­te Uti­li­ty Token aus. Uti­li­ty Token ver­kör­pern das Recht, zukünf­ti­ge und ggf. noch unbe­stimm­te Leis­tun­gen des Unter­neh­mens zu bezie­hen. Ins­be­son­de­re Start-ups bie­ten sie eine inno­va­ti­ve und fle­xi­ble Form der Unter­neh­mens­fi­nan­zie­rung. Den­noch haben zuletzt soge­nann­te Secu­ri­ty Token Offe­rings (STO) der Aus­ga­be von Uti­li­ty Token den Rang abge­lau­fen. Grund hier­für ist eine Rei­he von Betrugs­fäl­len, die im Zusam­men­hang mit ICOs ver­mehrt auf­ge­tre­ten sind. Inso­fern pro­fi­tie­ren Secu­ri­ty Token durch ihre Nähe zu her­kömm­li­chen Wert­pa­pie­ren von der Auf­sicht durch die BaFin. Doch auch die steu­er­li­chen Fol­gen las­sen sich bei Secu­ri­ty Token bes­ser abschät­zen.

RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 14 ‑ 23, RET1325123


Aus­wir­kun­gen der Block­chain-Tech­no­lo­gie auf die Tax Com­pli­an­ce
Phil­ipp Rajew­ski
RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 24 ‑ 27, RET1325125


Stra­te­gy & Trans­for­ma­ti­on
Künst­li­che Intel­li­genz in der Steu­er­ab­tei­lung: Sta­tus quo, Poten­zia­le und Per­spek­ti­ven
Flo­ri­an Busch­ba­cher

Im All­tag ist sie selbst­ver­ständ­lich, doch den Weg in die Steu­er­ab­tei­lun­gen hat sie noch nicht gefun­den: die Künst­li­che Intel­li­genz. Wor­an liegt das? Wel­che Poten­zia­le bie­tet sie? Und wie ver­än­dert sie die Steu­er­ab­tei­lung? Die­sen wich­ti­gen Fra­gen geht der fol­gen­de Arti­kel nach – unter­mau­ert von den Ergeb­nis­sen der EY-Stu­die „Künst­li­che Intel­li­genz: Umden­ken in der Steu­er­funk­ti­on“.

RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 28 ‑ 31, RET1325130


Digi­ta­le Geschäfts­mo­del­le in der Pra­xis von Unter­neh­men­steu­er­ab­tei­lun­gen
Dr. Andre­as Ball / Leif Schrö­der

Über die fach­li­chen und orga­ni­sa­to­ri­schen Her­aus­for­de­run­gen bei der Beglei­tung von digi­ta­len Geschäfts­mo­del­len.

RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 32 ‑ 36, RET1325132


Steu­er­stra­te­gi­en: Bri­ti­sche Unter­neh­men zei­gen sich trans­pa­rent
RAin/StBin Ellen Bir­ke­mey­er / Prof. Dr. Kay Blau­fus / StB/WP Ser­joscha Keck

Die Rele­vanz von Steu­er­stra­te­gi­en steigt. In Groß­bri­tan­ni­en gibt es bereits eine Ver­öf­fent­li­chungs­pflicht. Eine Ana­ly­se der Berich­te bringt Impul­se für deut­sche Kon­zer­ne.

RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 38 ‑ 39, RET1325135


Bericht zur 26. Säch­si­schen Steu­er­ta­gung „Steu­er­li­che Betriebs­prü­fung und Tax Com­pli­an­ce“
Univ.-Prof. Dr. Car­men Bach­mann / Julia Ertl / Johan­nes Geb­hardt / Prof. Dr. Robert Ris­se

Am 04.10.2019 fand an der Uni­ver­si­tät Leip­zig die 26. Säch­si­sche Steu­er­ta­gung statt. Die­se Ver­an­stal­tung wird jähr­lich im Wech­sel an den Uni­ver­si­tä­ten Chem­nitz, Dres­den und Leip­zig aus­ge­rich­tet.

RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 40 ‑ 49, RET1325137


Law & Admi­nis­tra­ti­on
Neu­fas­sung der GoBD ver­öf­fent­licht
Ste­fan Groß

Dop­pelt hält bes­ser. Mit Datum vom 28.11.2019 wur­de die von vie­len her­bei­ge­sehn­te Neu­fas­sung der GoBD („Grund­sät­ze zur ord­nungs­mä­ßi­gen Füh­rung und Auf­be­wah­rung von Büchern, Auf­zeich­nun­gen und Unter­la­gen in elek­tro­ni­scher Form sowie zum Daten­zu­griff“) auf der Inter­net­sei­te des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Finan­zen (BMF) ver­öf­fent­licht. Da war doch was, mag der ein oder ande­re Leser den­ken und erin­nert sich an die bereits publi­zier­te Neu­fas­sung vom 11.07.2019, die jedoch kurz nach Ver­öf­fent­li­chung wie­der aus dem Netz ver­schwand. Hof­fen wir nun auf eine län­ge­re Halb­werts­zeit und wer­fen einen ers­ten Blick auf die wesent­li­chen Ände­run­gen der Neu­fas­sung.

RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 50 ‑ 52, RET1325139


Mobi­les Scan­nen von Bele­gen: Die BSt­BK unter­stützt Steu­er­be­ra­ter mit über­ar­bei­te­ter Mus­ter-Ver­fah­rens­do­ku­men­ta­ti­on
53, RET1325141


Making Tax Digi­tal in Groß­bri­tan­ni­en for­dert Steu­er- und IT-Abtei­lun­gen glei­cher­ma­ßen
Dr. Axel Rütt­ler

Making Tax Digi­tal, auch als MTD-Initia­ti­ve bekannt, treibt die Digi­ta­li­sie­rung betrieb­li­cher und die Auto­ma­ti­sie­rung von Rech­nungs­we­sen- und Tax Com­pli­an­ce-Pro­zes­sen in Groß­bri­tan­ni­en wei­ter vor­an. Unter dem Schlag­wort „digi­tal links“ sol­len manu­el­le Über­tra­gungs­feh­ler und Ein­grif­fe zukünf­tig gar aus­ge­schlos­sen wer­den. Dabei hat das ehr­gei­zi­ge Vor­ha­ben auch Vor- und Neben­sys­te­me im Fokus und setzt bereits bei der Daten­ge­ne­rie­rung und Daten­samm­lung an.

RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 54 ‑ 56, RET1325143


Elek­tro­ni­sche Bericht­erstat­tung für KMU
Ste­phan Greu­lich / StB Dr. Johan­nes Rie­polt
RET vom 29.1.2020, Heft 01, Sei­te 57 ‑ 63, RET1325145


Chan­ge & Skills