Aus­ga­be 2/2020 – Der Weg zur Zoll­di­gi­ta­li­sie­rung

REthinking Tax Ausgabe 2/2020 - Der Weg zur ZolldigitalisierungAuch als PDF erhält­lich – Aus­ga­be 2/2020 jetzt bestel­len »


Edi­to­ri­al

Digi­ta­li­sie­rung im Steu­er­recht ist weit­aus mehr als Tech­no­lo­gie. Wie die­se Aus­ga­be der REthinking:Tax zeigt, geht es viel­mehr auch um Metho­dik und Ver­än­de­rung. Gera­de agi­le Ent­wick­lungs­me­tho­den wie SCRUM ermög­li­chen die rasche Pro­jek­tie­rung von Tax­Tech-Lösun­gen. Dabei las­sen sich der­ar­ti­ge Metho­den nicht ein­fach so von oben ein­füh­ren. Den Lack­mus­test bil­det dabei regel­mä­ßig die Akzep­tanz einer gewis­sen Feh­ler­kul­tur. Nur wer Feh­ler macht, lernt dar­aus. Doch gera­de hier pral­len zwei Wel­ten auf­ein­an­der: die alt­her­ge­brach­te Steu­er­welt auf der einen Sei­te, die stets in Rich­tung „Null-Feh­ler-Tole­ranz“ sozia­li­siert ist, und die Start-up-Welt, deren Mot­to häu­fig „Fail Fast – Learn Fas­ter“ lau­tet. So geht es bei „Agi­le“ dar­um, neue Din­ge aus­zu­pro­bie­ren, Ver­än­de­run­gen anzu­stre­ben, dabei aber auch bewusst Feh­ler zuzu­las­sen. Dies kann durch­aus ein Kul­tur­schock für den eta­blier­ten Steu­er­recht­ler dar­stel­len. Dabei wider­spre­chen sich bei­de Sei­ten nur auf den ers­ten Blick, geht es doch nicht dar­um, Feh­ler in der Man­dats­ar­beit zu machen, son­dern über Feh­ler rasch Pro­to­ty­pen fort­zu­ent­wi­ckeln, die Feh­ler damit spä­ter mög­lichst aus­schlie­ßen. Doch wie nun las­sen sich die­se bei­den Wel­ten zusam­men­füh­ren? Es bedarf ins­be­son­de­re einer Ver­än­de­rung im Mind­set auf bei­den Sei­ten. Der Steu­er­recht­ler muss sich auf neue Metho­den ein­las­sen, noch mehr, er muss die­se leben und idea­ler­wei­se Freu­de dar­an ent­wi­ckeln. Dies aller­dings ver­langt Ver­än­de­rung einer nach wie vor eher kon­ser­va­ti­ven Berufs­grup­pe, wel­che in wei­ten Tei­len noch an die Digi­ta­li­sie­rung her­an­ge­führt wer­den muss. Aber auch Ent­wick­ler und Start-ups müs­sen erken­nen, dass die Steu­er­welt imma­nen­te Beson­der­hei­ten mit umfang­rei­chen Haf­tungs­ri­si­ken in sich birgt, wel­che unmit­tel­bar auf die Ent­wick­lung von Tax­Tech-Lösun­gen aus­strah­len. Ein Außer­acht­las­sen bedeu­tet zwangs­wei­ses Schei­tern. Gelingt die Sym­bio­se jedoch, ent­ste­hen vali­de Lösun­gen, die sich erfolg­reich im Tax­Tech-Markt eta­blie­ren. Dabei geht es stets auch um die Fra­ge einer mög­li­chen Co-Exis­tenz zwi­schen Steu­er­be­ra­tern und Tax­Tech-Fir­men. Schnell wird kol­por­tiert, dass Soft­ware­un­ter­neh­men es auf den Man­dan­ten abge­se­hen hät­ten und damit dem Berufs­stand der Steu­er­be­ra­ter Ein­kom­mens­tei­le strei­tig machen wür­den. Weit gefehlt, Tax­Techs und deren Lösun­gen bie­ten gera­de klei­nen und mitt­le­ren Kanz­lei­en die Mög­lich­keit, auf Augen­hö­he mit den Gro­ßen der Bran­che zu sein. Ohne ent­spre­chen­de Lösun­gen ist es viel­fach kaum mehr mög­lich, die zuneh­men­de Flut an Man­dan­ten­da­ten zu bewäl­ti­gen und dabei kei­ne Feh­ler zu machen. Zudem feh­len für repe­ti­ti­ve Tätig­kei­ten zuneh­mend die Mit­ar­bei­ter, was die Not­wen­dig­keit, Pro­zes­se zu digi­ta­li­sie­ren und auf ent­spre­chen­de Lösun­gen zurück­zu­grei­fen, zwin­gend erfor­der­lich macht. So sind Tax­Techs kei­ne Bedro­hung, son­dern viel­mehr eine Berei­che­rung und Chan­ce, im tech­no­lo­gi­schen Wan­del Schritt zu hal­ten.

Ste­fan Groß


Tech­no­lo­gy & Inno­va­ti­on

Stra­te­gy & Trans­for­ma­ti­on
Der zen­tra­le Zoll­ver­ant­wort­li­che – unent­behr­lich für die Pro­zess­op­ti­mie­rung und Digi­ta­li­sie­rung des Zoll­be­reichs
Fran­ci­ne Damm­holz

Spä­tes­tens nach der Bre­x­it-Hän­ge­par­tie und den welt­wei­ten Han­dels­strei­tig­kei­ten ist auch das The­ma Zoll bis in die Füh­rungs­eta­ge vie­ler Unter­neh­men vor­ge­rückt. Doch wer­den Opti­mie­rungs­po­ten­zia­le tat­säch­lich genutzt und zoll­recht­li­che Com­pli­an­ce-The­men ange­gan­gen? Wer­den die Mög­lich­kei­ten, wel­che die Digi­ta­li­sie­rung mit sich bringt, ein­ge­setzt, um Zoll­pro­zes­se zu ver­bes­sern? Aus etli­chen Erfah­run­gen kann ich sagen: mit­nich­ten! War­um es so wich­tig ist, einen zen­tra­len Zoll­ver­ant­wort­li­chen zu haben, der zugleich die Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung vor­an­treibt, und was des­sen kon­kre­te Auf­ga­ben sein müs­sen, erfah­ren Sie in die­sem Bei­trag.

RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 22 ‑ 24, RET1329808


Tax goes smart: Steu­er­li­che Vor­tei­le von Smart Con­trac­ts
Dr. Axel-Micha­el Wag­ner

Das Buz­zword „Smart Con­tract“, 1993 durch den Infor­ma­ti­ker Nick Szabo geprägt, wird häu­fig zusam­men mit dem Begriff „Block­chain“ als Zukunfts­vi­si­on einer voll­au­to­ma­ti­sier­ten (Vertrags-)Welt genannt. Die­ser Bei­trag soll beleuch­ten, was sich hin­ter Smart Con­trac­ts ver­birgt und wie sich Smart-Con­tract-Struk­tu­ren im steu­er­recht­li­chen Kon­text, ins­be­son­de­re zu Nach­weis­zwe­cken, sinn­voll ein­set­zen las­sen könn­ten. Dabei geht es auch um die Fra­ge, wel­che Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen müs­sen, damit die erfor­der­li­che Lauf­zeit­um­ge­bung für Smart Con­trac­ts auch ihrer­seits steu­er­taug­lich ist.

RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 25 ‑ 30, RET1329811


Die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der Steu­er­ab­tei­lung
Sophia Weber
RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 31 ‑ 35, RET1329814


Law & Admi­nis­tra­ti­on
Deep Dive mobi­les Scan­nen – Die Neu­fas­sung der GoBD in der Ana­ly­se
Ste­fan Groß / Bern­hard Lind­gens

Wäh­rend die digi­ta­le Bele­ger­fas­sung von Papier mit­tels sta­tio­nä­rer Scan­ner oder Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­te in vie­len Unter­neh­men bereits fest eta­bliert ist, eröff­nen mobi­le End­ge­rä­te wie Smart­pho­nes oder Tablets gänz­lich neue Mög­lich­kei­ten.

RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 36 ‑ 39, RET1329821


Steu­er­li­che For­schungs­för­de­rung für Tax Tech­no­lo­gy?!
Dr. Katha­ri­na Heu­sin­ger

Mit Wir­kung ab dem 01.01.2020 ist das For­schungs­zu­la­gen­ge­setz (FZulG) in Kraft getre­ten – nun kön­nen auch in Deutsch­land F&E‑Projekte steu­er­lich geför­dert wer­den. Der Weg zur Zula­ge ist zwar (teil­wei­se) immer noch ana­log, jedoch sol­len auch digi­ta­le F&E‑Projekte von der För­de­rung pro­fi­tie­ren kön­nen.

RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 40, RET1329826


Steu­er­li­che Fra­ge­stel­lun­gen beim Ein­satz von 3D-Dru­ckern
Dr. Chris­ti­na Mair

Die 3D-Druck-Tech­no­lo­gie konn­te in den letz­ten Jah­ren einen enor­men Auf­schwung ver­zeich­nen. Die steu­er­recht­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen, die aus dem Ein­satz von 3D-Dru­ckern resul­tie­ren, sind viel­fäl­tig.

RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 41 ‑ 45, RET1329829


Der Digi­ta­le Notar und die Quick Fixes
Klaus Olbrich

Am 4.12.2018 hat der Rat der EU das Legis­la­tiv­pa­ket zu den soge­nann­ten Quick Fixes ange­nom­men. Hier­bei han­delt es sich um Sofort­maß­nah­men im Bereich der Umsatz­steu­er für den inner­eu­ro­päi­schen Han­del. Die­se „Schnell­lö­sun­gen” vor der Ein­füh­rung eines end­gül­ti­gen Mehr­wert­steu­er-Sys­tems stel­len ab dem 1.1.2020 unmit­tel­bar gel­ten­des Recht dar. Ein Bestand­teil die­ser Neu­re­ge­lun­gen ist die neue, EU-weit ein­heit­li­che Nach­weis­füh­rung beim Vor­lie­gen einer inner­ge­mein­schaft­li­chen Lie­fe­rung.

RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 46 ‑ 50, RET1329835


BMF star­tet Mei­nungs­aus­tausch zur steu­er­li­chen Behand­lung digi­ta­ler Wirt­schafts­gü­ter
Fabi­an Klie­mann
RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 51, RET1329844


bit­kom ver­öf­fent­licht voll­um­fäng­lich über­ar­bei­te­te Fas­sung der GoBD-Check­lis­te
RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 51, RET1329848


Chan­ge & Skills
Anfor­de­run­gen an den Steu­er­ex­per­ten der Zukunft
Prof. Dr. Gui­do Förs­ter
RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 52 ‑ 54, RET1329852


Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen in der Koexis­tenz von Steu­er­be­ra­tern und Steu­er­tech­no­lo­gie-Anbie­tern (Tax-Techs)
Dr. Roger Goth­mann

Stel­len Tax-Techs eine Kon­kur­renz für klei­ne und mit­tel­gro­ße Steu­er­kanz­lei­en dar, wie es häu­fig sug­ge­riert wird? Aus unse­rer Sicht bie­tet sich Kanz­lei­en die­ser Grö­ße eher eine Chan­ce, Man­da­te zu bedie­nen oder zu erlan­gen, wel­che ande­ren­falls nicht erreich­bar wären. Es ste­hen in die­sem Zusam­men­hang aber auch Fra­gen im Raum, die es im Vor­feld zu beur­tei­len gilt: Wie kön­nen Haf­tungs­ri­si­ken und die Qua­li­tät der Dienst­leis­tung kon­trol­liert wer­den? Der fol­gen­de Arti­kel beleuch­tet die­se Fra­gen aus der Sicht von Man­da­ten im Bereich der digi­ta­len Öko­no­mie.

RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 55 ‑ 56, RET1329856


Ein Tax Tech Start-up hin­ter den Kulis­sen
Wer­ner Hoff­mann

Ein Groß­teil der Inno­va­tio­nen, die heut­zu­ta­ge ent­ste­hen, kommt von Start-ups. Die­se Unter­neh­men zeich­nen sich dadurch aus, dass sie erst weni­ge Jah­re alt sind, sehr dyna­misch und oft­mals mit einem sog. Start-up Mind­set arbei­ten. Die­ser Arti­kel will den Blick hin­ter die Kulis­sen eines Start-ups im Bereich Tax Tech­no­lo­gy wagen.

RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 57 ‑ 60, RET1329860


Fra­gen an
Kirs­ten Birn­baum
RET vom 25.3.2020, Heft 02, Sei­te 61 ‑ 64, RET1329864