Aus­ga­be 2/2021 – Brenn­punkt E‑Mail

REthinking Tax Ausgabe 2/2021 - Brennpunkt E-MailAuch als PDF erhält­lich – Aus­ga­be 2/2021 jetzt bestellen »

    Häu­fig gestell­te Fragen 



    Edi­to­ri­al

    Die Ent­kop­pe­lung von Kör­per und Geist, ein uralter Mensch­heits­traum. Dank der Mög­lich­kei­ten einer zuneh­mend digi­ta­li­sier­ten Welt kom­men wir die­sem Wunsch­den­ken näher, wenn auch in etwas abge­wan­del­ter Form. Aus­ge­rüs­tet mit Lap­top, Web­zu­gang und den rich­ti­gen IT-Tools kann der Steu­er­be­ra­ter 4.0 von jedem Ort der Welt aus arbei­ten, Haupt­sa­che, er hat „Netz“. Den digi­ta­len Dreh- und Angel­punkt bil­det eine Col­la­bo­ra­ti­on-Platt­form, über wel­che er mit Man­dan­ten, der Finanz­ver­wal­tung und den Gerich­ten rechts­si­cher kom­mu­ni­ziert. Für die einen der „Him­mel auf Erden“, eröff­net dies doch eine gänz­lich neue Lebens­wei­se mit unge­ahn­ten Frei­heits­gra­den. Eine Hor­ror­vor­stel­lung für die ande­ren, denen bereits regel­mä­ßi­ges Home­of­fice ein Dorn im Auge ist. Mit Blick auf eine sich ver­än­dern­de Welt soll­te man jedoch per­sön­li­che Befind­lich­kei­ten zurück­stel­len und den Blick wei­ten. Gera­de die Mög­lich­kei­ten der Digi­ta­li­sie­rung sind geeig­net, dem Berufs­stand gänz­lich neue Per­spek­ti­ven zu eröff­nen. Da wäre zum einen die Mög­lich­keit, neue Mit­ar­bei­ter zu gewin­nen und sich eine kom­plett erwei­ter­te Bewer­ber­grup­pe zu erschlie­ßen. Mit Home­of­fice 2.0 spielt es nicht län­ger eine Rol­le, wo der Mit­ar­bei­ter sitzt oder wie lan­ge sei­ne Anfahrt zur Kanz­lei ist. Der Digi­ta­li­sie­rung sei Dank las­sen sich so Mit­ar­bei­ter über­re­gio­nal gewin­nen und medi­en­bruch­frei in die Kanz­lei­pro­zes­se ein­bin­den. Dazu sorgt die Digi­ta­li­sie­rung für eine Art „Ama­zon-Effekt“. So such­ten sich Man­dan­ten bis­lang klas­si­scher­wei­se den Steu­er­be­ra­ter vor Ort. Damit war der „Stand­ort­vor­teil“ eine Art Gate­kee­per, wel­cher den Markt­ein­tritt für Orts­frem­de deut­lich erschwert hat. Mit der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung, ins­be­son­de­re moder­nen Col­la­bo­ra­ti­on-Tools, schmilzt die­ser Vor­teil auf Null zusam­men. Statt Regio­na­li­tät oder räum­li­cher Nähe for­dert der digi­tal affi­ne Man­dant „Erreich­bar­keit“. So ist es auch kaum ver­wun­der­lich, dass aktu­ell vie­ler­orts neue dyna­mi­sche Kanz­lei­en auf­schei­nen, wel­che mit vol­ler Kraft die Digi­ta­li­sie­rung ihrer Pro­zes­se vor­an­trei­ben und sich damit deutsch­land­weit Man­dan­ten­po­ten­zia­le erschlie­ßen. Mit Blick auf die ein­schnei­den­den Ent­wick­lun­gen zur Digi­ta­li­sie­rung des Steu­er­be­reichs beinhal­tet die­se Aus­ga­be zahl­rei­che „Deep Dives“, in wel­chen sich die Autoren inten­siv mit The­men aus­ein­an­der­set­zen, wel­che die Pra­xis der­zeit ganz beson­ders beschäf­ti­gen – sei es die immer wäh­ren­de Fra­ge der Mail-Archi­vie­rung, das The­ma VAT Audits, die Suche nach einer Data Gover­nan­ce oder eben das Digi­ta­le Noma­den­tum künf­ti­ger Steuerberatergenerationen.

    Ste­fan Groß


    Tech­no­lo­gy & Innovation

    Stra­te­gy & Transformation
    In fünf Jah­ren vom Umsatz­steu­er-Start-up zur Com­pli­an­ce-Platt­form – Die Taxdoo-Story
    Dr. Roger Gothmann

    Die Com­pli­an­ce-Platt­form für die digi­ta­le Öko­no­mie | Kom­plex, aber nicht kom­pli­ziert – Das sind die bei­den Claims, mit denen wir Ende 2020 den ers­ten Tax­cel­lence Award gewin­nen konn­ten. Das sind aber auch die Leit­ge­dan­ken, die uns täg­lich beglei­ten und antrei­ben, wenn es dar­um geht, zumeist jun­ge Unter­neh­men im E‑Commerce dabei zu unter­stüt­zen, rechts­si­cher ihre inno­va­ti­ven Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen grenz­über­schrei­tend zu verkaufen. 

    RET vom 29.3.2021, Heft 02, Sei­te 22 ‑ 27, RET1361134

    SAP S/4HANA als Enab­ler für Tax CMS
    Ste­pha­nie Hen­se­ler / Andre­as Homrighausen
    RET vom 29.3.2021, Heft 02, Sei­te 28 ‑ 31, RET1361140

    Data Gover­nan­ce als Reak­ti­on auf die zuneh­mend daten­ge­trie­be­ne Betriebsprüfung?
    Dr. Bern­hard Lie­ken­b­rock / Gre­gor Danielmeyer
    RET vom 29.3.2021, Heft 02, Sei­te 32 ‑ 39, RET1361142

    Der steu­er­li­che Bera­ter als Digi­ta­ler Nomade?
    Dr. Maxi­mi­li­an Dachauer

    Die fort­schrei­ten­de Digi­ta­li­sie­rung trägt dazu bei, dass steu­er­li­che Bera­tung über­wie­gend digi­tal erfol­gen kann. Tätig­kei­ten wie die Erstel­lung von Abschlüs­sen, die Abga­be von steu­er­recht­li­chen Erklä­run­gen, die Anfer­ti­gung von Gut­ach­ten sowie die Kor­re­spon­denz mit Finanz­be­hör­den oder der Finanz­ge­richts­bar­keit sind voll­stän­dig digi­tal mög­lich. Damit geht ein­her, dass die Tätig­keit nicht mehr an einen bestimm­ten Ort gebun­den ist. Der Bei­trag ana­ly­siert, inwie­weit eine sol­che digi­ta­li­sier­te und mini­ma­lis­ti­sche Steu­er­be­ra­tung prak­tisch umsetz­bar und recht­lich zuläs­sig wäre. Dabei wer­den die berufs­recht­li­chen, ver­fah­rens­recht­li­chen und daten­schutz­recht­li­chen Aspek­te beleuchtet. 

    RET vom 29.3.2021, Heft 02, Sei­te 40 ‑ 47, RET1361146


    Law & Administration
    Unver­steu­er­te Airbnb-Ein­künf­te: Straf­ver­fah­ren wegen Steuerhinterziehung
    Dr. Hil­mar Erb
    RET vom 29.3.2021, Heft 02, Sei­te 48 ‑ 50, RET1361148

    Bit­coin Sky­ro­cke­ting – Hype ohne Ende?
    Mar­tin Figatowski
    RET vom 29.3.2021, Heft 02, Sei­te 51 ‑ 53, RET1361150

    Finanz­ver­wal­tung ver­kürzt die Nut­zungs­dau­er von EDV-Gütern
    Ste­fan Groß
    54, RET1361152

    Buch­re­zen­si­on
    Ste­fan Groß

    Die ver­fas­sungs­ge­mä­ße Fort­ent­wick­lung von E‑Government als Her­aus­for­de­rung und Chan­ce für die deut­sche Finanzverwaltung 

    RET vom 29.3.2021, Heft 02, Sei­te 55 ‑ 56, RET1361154

    E‑Mails im Span­nungs­feld zwi­schen DSGVO und GoBD
    Dr. Axel-Micha­el Wagner

    In der Pra­xis wird das Span­nungs­feld zwi­schen Steu­er- und Daten­schutz­recht oft damit beschrie­ben, dass das Daten­schutz­recht eine früh­zei­ti­ge Löschung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten, das Steu­er­recht hin­ge­gen eine lang­fris­ti­ge Spei­che­rung steu­er­rele­van­ter Daten ein­for­de­re. Im Brenn­punkt ste­hen also per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten, die zugleich steu­er­rele­vant sind. Aller­dings gehen gesetz­li­che – und damit auch steu­er­recht­li­che – Auf­be­wah­rungs­pflich­ten den daten­schutz­recht­li­chen Lösch­pflich­ten vor (Art. 17 Abs. 3 Buchst. b DSGVO), sodass es inso­weit eine kla­re Prio­ri­sie­rung und kei­nen Wider­spruch gibt, zumin­dest auf dem Papier. Auch die dem Leser all­seits bekann­ten GoBD* for­dern dort, wo sie eine Spei­che­rung ver­lan­gen, „nur“ eine Spei­che­rung „für die Dau­er der Auf­be­wah­rungs­frist“, sodass danach der Weg für ein Löschen nach der DSGVO frei ist. Dass dies aber nicht so ein­fach umsetz­bar ist, wie es auf den ers­ten Blick scheint, und wel­cher Kon­flikt sich ins­be­son­de­re bei der Auf­be­wah­rung von E‑Mails auf­tut, zeigt der fol­gen­de Arti­kel auf. * Grund­sät­ze zur ord­nungs­mä­ßi­gen Füh­rung und Auf­be­wah­rung von Büchern, Auf­zeich­nun­gen und Unter­la­gen in elek­tro­ni­scher Form sowie zum Daten­zu­griff (GoBD).

    RET vom 29.3.2021, Heft 02, Sei­te 57 ‑ 66, RET1361156

    Mit Data Sci­ence gegen Steuerbetrug
    67, RET1361158

    FDP for­dert Ein­füh­rung der elek­tro­ni­schen Rechnung
    67, RET1361160


    Chan­ge & Skills