Aus­ga­be 5/2021 – Daten sind das neue Gold

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    Häu­fig gestell­te Fragen 



    Edi­to­ri­al

    Wirft man einen Blick in die Wahl­pro­gram­me zur anste­hen­den Bun­des­tags­wahl, fin­det man rudi­men­tä­re Ideen zur vor­aus­ge­füll­ten Steu­er­erklä­rung oder All­ge­mein­plät­ze zur Moder­ni­sie­rung der Betriebs­prü­fung. Ansons­ten sucht man weit­ge­hend ver­ge­bens nach kon­kre­ten Vor­ha­ben zur Digi­ta­li­sie­rung des Steu­er­rechts, dabei gäbe es zahl­rei­che Ideen. Da wäre zunächst die Ein­füh­rung eines all­ge­mein gül­ti­gen Daten­for­mats für Rech­nun­gen, etwa nach dem Vor­bild von Ita­li­en oder dem fran­zö­si­schen Vor­schlag fol­gend. Dies wäre nicht nur ein Vor­ha­ben, wel­ches über die effek­ti­ve Ver­mei­dung des Umsatz­steu­er­be­trugs Geld in die Coro­na-geplag­ten Staats­kas­sen spü­len wür­de, es wäre zugleich ein wesent­li­cher Schritt zur Digi­ta­li­sie­rung des gesam­ten Beleg­flus­ses in den Unter­neh­men. Wei­ter ver­mis­se ich Ansät­ze dazu, wie Geset­ze künf­tig auto­ma­ti­ons­freund­lich aus­ge­stal­tet wer­den kön­nen. Dabei geht es weni­ger um maschi­nen­les­ba­re Geset­ze als viel­mehr um das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren an sich, über wel­ches sicher­ge­stellt wer­den soll­te, dass Geset­zes­in­itia­ti­ven spä­ter auch digi­tal bzw. maschi­nell aus­führ­bar sind und damit für alle Betei­lig­ten leich­ter admi­nis­trier­bar wer­den. Was schließ­lich gänz­lich fehlt, sind wirk­lich kon­kre­te Vor­schlä­ge zur Digi­ta­li­sie­rung der Finanz­ver­wal­tung. In die­sem Zusam­men­hang emp­feh­le ich den Bei­trag von Andre­as Kow­al­lik, der in die­ser Aus­ga­be der REthin­king Tax ein­drucks­voll schil­dert, wie Indi­en kon­se­quent und inner­halb kur­zer Zeit sei­ne Betriebs­prü­fung in ein digi­ta­les Zeit­al­ter trans­for­miert hat und wes­halb dies auch eine Blau­pau­se für Deutsch­land sein könn­te. Was bleibt, ist lei­der wie­der ein­mal eine gewis­se Ernüch­te­rung. Sehr ger­ne wür­de ich von der Poli­tik erfah­ren, wes­halb dem The­ma Digi­ta­li­sie­rung des Besteue­rungs­ver­fah­rens so wenig Auf­merk­sam­keit zuteil­wird, geht es doch uns alle an. Dabei wäre es so ein­fach. Man müss­te das digi­ta­le Rad nicht ein­mal neu erfin­den, viel­mehr wür­de ein inter­es­sier­ter Blick über die Gren­ze genü­gen und es fän­den sich zahl­rei­che Initia­ti­ven, die eine fach­li­che und poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung loh­nen wür­den. Ob Ita­li­en, Frank­reich oder Indi­en, die Digi­ta­li­sie­rung des Steu­er­rechts hat deut­lich an Fahrt auf­ge­nom­men. Bleibt zu hof­fen, dass die nächs­te Bun­des­re­gie­rung sich davon inspi­rie­ren lässt; träu­men sei zumin­dest erlaubt …

    Ste­fan Groß


    Tech­no­lo­gy & Innovation
    Fach­wis­sen in ska­lier­ba­rem Gewand
    Kris­ti­i­na Coe­nen / Dr. Aras Erkin

    Exper­ten­sys­te­me sind ein pro­ba­tes Vehi­kel, um Wis­sen im Unter­neh­men ein­zu­fan­gen, zu pfle­gen und bei Bedarf zu ska­lie­ren. Obgleich sich die ers­ten Exper­ten­sys­te­me fast sech­zig Jah­re zurück­da­tie­ren las­sen, bewie­sen ins­be­son­de­re ihre moder­nen Spröss­lin­ge, wel­ches wirt­schaft­li­che Poten­zi­al in ihnen steckt. Dabei lässt sich dies längst nicht nur auf jüngs­te tech­no­lo­gi­sche Errun­gen­schaf­ten zurück­füh­ren (allen vor­an die maß­geb­li­chen Erfol­ge auf dem Gebiet der Künst­li­chen Intel­li­genz), son­dern auch auf sozio-öko­no­mi­sche Trei­ber (wie z.B. die zuneh­men­de Schwie­rig­keit in der Gewin­nung und Nach­be­set­zung von Fach­per­so­nal). Ent­spre­chend gewinnt ein tech­no­lo­gie­ge­stütz­tes Wis­sens­ma­nage­ment in Form von Exper­ten­sys­te­men immer mehr Wert bei der Bewäl­ti­gung täg­li­cher Auf­ga­ben und Anforderungen. 

    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 4 ‑ 5, RET1382802

    Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen für Data Ana­ly­tics im Ertragsteuer-Bereich
    Jann-Lui­ken Pop­kes / Hei­ko Schäfer

    Im Bereich der Ertrag­steu­ern fin­det in Steu­er­ab­tei­lun­gen häu­fig kei­ne umfang­rei­che, für uns erkenn­ba­re sys­te­ma­ti­sche Aus­wer­tung von Daten statt. In unse­rem Bei­trag „Data Ana­ly­tics im Ertrag­steu­er­be­reich“ (REthin­king Tax 3/2021 S. 8 ff.) haben wir das The­ma grund­sätz­lich beleuch­tet und eine aus unse­rer Sicht inter­es­san­te Mög­lich­keit skiz­ziert, vor­han­de­ne Daten aus dem Tax Repor­ting aus­zu­wer­ten. In die­sem Bei­trag wol­len wir uns nun der Fra­ge wid­men, war­um gera­de im Bereich der Ertrag­steu­ern bis­lang nur weni­ge Aus­wer­tun­gen erfol­gen, wes­halb dies aber zukünf­tig eine höhe­re Bedeu­tung bekom­men wird und wel­che Lösungs­mög­lich­kei­ten sich dabei kon­kret ergeben. 

    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 6 ‑ 10, RET1382806

    Das Block­chain-Frame­work Hyper­led­ger im Steuerrecht
    Dr. Robert Müller

    Abseits von Kryp­to­wäh­run­gen matu­rie­ren Block­chain-Anwen­dun­gen im Steu­er­recht und drän­gen sich als Pilo­ten oder ers­te Pro­duk­te auf den Markt. Für die Umset­zung kann auf die inzwi­schen domi­nan­ten Cor­po­ra­te sta­te-of-the-art Block­chain-Kon­zep­te von Hyper­led­ger zurück­ge­grif­fen wer­den. Abhän­gig von Sta­ke­hol­dern und Daten­schutz­an­for­de­run­gen las­sen sich unter­schied­li­che Instru­men­te ein­set­zen und kom­bi­nie­ren. Hyper­led­ger bie­tet eine geeig­ne­te Umge­bung zur Umset­zung von Block­chain-Anwen­dun­gen im Steu­er­recht. Zur Iden­ti­fi­zie­rung sowie Rea­li­sie­rung von steu­er­li­chen Use-Cases ist ein tech­no­lo­gi­sches Grund­ver­ständ­nis essenziell. 

    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 11 ‑ 17, RET1382809

    Kas­sen­prü­fung 2.0 – Auf­takt zu mehr Steuergerechtigkeit
    Dr. Mir­co Till
    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 18 ‑ 20, RET1382815


    Stra­te­gy & Transformation
    Daten­trans­pa­renz in der Steu­er­funk­ti­on – Her­aus­for­de­rung und Chance
    Hei­ko Höb­bel / Flo­ri­an Buschbacher

    Daten sind das neue Gold“ oder „Data is the New Oil“. Die­se Aus­sa­gen wur­den in den letz­ten Jah­ren geprägt und bezie­hen sich eigent­lich auf den Han­del mit Daten, dabei haben sie auch eine wesent­li­che Bedeu­tung für Steu­ern. Was bedeu­ten Daten aber für den Bereich Steu­ern? Die Defi­ni­ti­on von Daten kann dabei durch­aus unter­schied­lich vor­ge­nom­men wer­den. Im Rah­men die­ses Bei­trags sol­len als Daten alle elek­tro­nisch gespei­cher­ten Infor­ma­tio­nen mit direk­tem oder indi­rek­tem Zusam­men­hang mit Steu­ern ver­stan­den wer­den, die für sich oder im Zusam­men­hang mit ande­ren Daten eine steu­er­li­che Infor­ma­ti­on kreieren. 

    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 21 ‑ 30, RET1382824

    Best Prac­ti­ces: Trans­fer Pri­cing goes SAP S/4HANA
    Ste­pha­nie Hen­se­ler / Luca Grefkes

    In Pro­jek­ten und Work­shops mit unse­ren Man­dan­ten wer­den wir immer wie­der gefragt, ob SAP S/4HANA für die Steu­er­funk­ti­on Chan­cen bereit­hält und ob sich vali­de Busi­ness Cases für steu­er­li­che Zwe­cke ablei­ten las­sen. Die Ant­wort lau­tet jeweils: Ja. 

    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 31 ‑ 34, RET1382829

    Auf in die digi­ta­le Zukunft: Zum Vor­marsch der klei­nen Steuerkanzleien
    Eugen Müller
    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 35 ‑ 37, RET1382836


    Law & Administration
    War­um die Umsatz­steu­er das Wachs­tum der digi­ta­len Gate­kee­per aktu­ell und zukünf­tig brem­sen könnte
    Anna-Katha­ri­na Heid­bü­chel / Dr. Roger Gothmann

    Die ers­ten fünf der Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung nach größ­ten Unter­neh­men welt­weit sind Platt­for­men, Markt­plät­ze oder digi­ta­le Schnitt­stel­len. Deren bis­lang fast gren­zen­lo­ses Wachs­tum trifft nun auf regu­la­to­ri­sche Wider­stän­de – ins­be­son­de­re in der Umsatzsteuer. 

    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 38 ‑ 42, RET1382840

    Altes Recht, neue Herausforderungen
    Fer­di­nand Kandlhofer

    Online-Markt­plät­ze und digi­ta­le Platt­for­men ste­hen schon seit gerau­mer Zeit im Fokus der umsatz­steu­er­li­chen Gesetz­ge­bung und der Finanz­ver­wal­tung. Die getrof­fe­nen Maß­nah­men zur Siche­rung des
    Besteue­rungs­auf­kom­men ziel­ten dabei jedoch in ers­ter Linie auf das End­kun­den­ge­schäft ab. Die Digi­ta­li­sie­rung schrei­tet aber auch in klas­si­schen Indus­trie­zwei­gen wei­ter vor­an. Lang­sam zeigt sich, dass auch die für den B2C-Bereich kon­zi­pier­te Vor­schrift des § 3 Abs. 11a UStG Aus­wir­kun­gen auf Leis­tun­gen zwi­schen Unter­neh­men haben kann. 

    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 43 ‑ 48, RET1382844

    Indi­en imple­men­tiert mit dem Faceless Assess­ment Sche­me eine digi­ta­le Außen­prü­fung ohne Per­so­nen-Inter­ak­ti­on – Eine Blau­pau­se für Deutschland?
    StB Dr. Andre­as Kowallik
    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 49 ‑ 56, RET1382910

    Steu­er­voll­zug in Zei­ten der Digi­ta­li­sie­rung – Kri­ti­sche Bestands­auf­nah­me und Blick in die Zukunft
    Dr. iur. Chris­toph Schmidt

    In die­ser drei­tei­li­gen Bei­trags­rei­he sol­len aus­ge­wähl­te und beson­ders bedeut­sa­me Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen des digi­ta­len Steu­er­voll­zugs the­ma­ti­siert wer­den. Dabei beginnt Digi­ta­li­sie­rung bereits bei den Steu­er­pflich­ti­gen selbst. Deren Mehr­zahl ist schon seit Jah­ren ver­pflich­tet, die Steu­er­erklä­run­gen in elek­tro­ni­scher Form zu über­mit­teln. In pra­xi sind sie oft­mals das ein­zi­ge her­an­ge­zo­ge­ne Beweis­mit­tel. Daher stellt die Erklä­rung ganz über­wie­gend die wesent­li­che Grund­la­ge des Besteue­rungs­ver­fah­rens dar und bil­det zugleich die Basis einer jeden Steuerfestsetzung. 

    RET vom 29.9.2021, Heft 05, Sei­te 57 ‑ 68, RET1382917


    Chan­ge & Skills