• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Bundesrat stimmt weiteren Corona-Steuerhilfen zu

14.06.2022

Bundesrat stimmt weiteren Corona-Steuerhilfen zu

Der Bundesrat hat zahlreichen steuerrechtlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zugestimmt. Das Vierte Corona-Steuerhilfegesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterschrift zugeleitet und anschließend im Bundesgesetzblatt verkündet.

Kosten für Mausoleum können Erbschaftsteuer mindern

©alphaspirit /123rf.com

In Kraft treten können dank den zugestimmten Corona-Steuerhilfen erweiterte Abschreibungsmöglichkeiten für Firmen, die verlängerte Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bis Dezember 2022 und Vorschriften zur steuerfreien Auszahlung eines Pflege-Bonus.

Das sind die Steuerhilfen: Corona-Bonus bis zu 4.500 Euro

Corona-bedingte Sonderleistungen der Arbeitgeber sind künftig bis zu 4.500 Euro steuerfrei. Dabei kommt es nicht mehr darauf an, dass die Zahlung des Bonus aufgrund bundes- oder landesrechtlicher Regelungen erfolgt. Auch freiwillige Leistungen des Arbeitgebers sind nun bis zur Höchstgrenze steuerfrei. Diese Änderung hatte der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum zugrunde liegenden Regierungsentwurf gefordert.

Das Steuerhilfen-Gesetz weitet den begünstigten Personenkreis aus. Künftig gilt die Steuerfreiheit auch für Zahlungen an Beschäftigte in Einrichtungen für ambulantes Operieren, bestimmte Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen, Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Rettungsdienste.

Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld

Die Steuerbefreiung von Arbeitgeberzuschüssen zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld wird bis Ende Juni 2022 verlängert. Auch die Homeoffice-Pauschale verlängert sich bis Ende des Jahres.

Längere Frist für Steuererklärung

Das Steuerhilfen-Gesetz sieht erweiterte Möglichkeiten zur Inanspruchnahme der degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens und zur Verlustverrechnung über einen Zeitraum von zwei Jahren vor. Zudem verlängert es – wie schon in den Vorjahren – die Fristen zur Abgabe von Steuererklärungen, um sowohl Steuerberaterinnen und Steuerberater als auch Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Auch damit greift der Bundestag eine Anregung des Bundesrates aus dessen Stellungnahme auf.

Die Entschließung wurde der Bundesregierung zugeleitet. Sie entscheidet, wann sie sich mit den Forderungen des Bundesrates befasst. Feste Fristen gibt es hierfür nicht.


Bundesrat vom 10.06.2022 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro

Weitere Meldungen


Stiftung
Meldung

©domoskanonos/fotolia.com

05.07.2022

Stiftungen als umsatzsteuerpflichtige Leistungsempfänger

Unselbstständige Stiftungen können kein umsatzsteuerpflichtiger Leistungsempfänger sein, entschied das Finanzgericht Münster.

Stiftungen als umsatzsteuerpflichtige Leistungsempfänger
Solidaritätszuschlag, Soli
Meldung

©Stockfotos-MG/fotolia.com

05.07.2022

Höchststeuersatz bald 55,5 %?

Die Bundesregierung teilt in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke mit, dass Höchststeuersatz auf 55,5 % steigen müsste, um den Wegfall des Soli zu kompensieren.

Höchststeuersatz bald 55,5 %?
Finanzgericht, Urteil
Meldung, Steuerrecht

©stadtratte /fotolia.com

01.07.2022

FG Schleswig-Holstein zu grenzüberschreitenden Aufwärtsverschmelzungen

Das FG Schleswig-Holstein hat sich mit grenzüberschreitenden innergemeinschaftlichen Aufwärtsverschmelzungen von Tochter-Kapitalgesellschaften auf ihre 100 %-ige inländische Mutter-Kapitalgesellschaft beschäftigt.

FG Schleswig-Holstein zu grenzüberschreitenden Aufwärtsverschmelzungen

Haben wir Ihr Interesse für REthinking Tax geweckt?

Sichern Sie sich das REthinking Finance Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank